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Kirchliche Zeitschriften
Unsere Kirchen

St.-Antonius von Padua; Dirlos

Kirche Dirlos:

Ein bestehendes Gebäude, das sogenannte „Braune Haus“, wurde nach dem II. Weltkrieg zu einem Gotteshaus umgestaltet. „Damit die Welt nicht gottlos sei“ – das bewegte die Dirloser, die sich nach dem Nazi-Regime umgehend einsetzten für den Umbau des Hauses als Gotteshaus in Dirlos. Am 26.11.1945 wurde in dem einfach hergerichteten Raum der erste Gottesdienst gefeiert.


Die letzte Renovierung mit Neugestaltung des Innenraumes fand 2005 statt.


Weihetag der Kirche: 1. Mai 1949

Plätze: 130


Wie die Antoniuskirche zu ihrem Namen kam

Bei einem Seniorennachmittag in 2016 hielt Prof Dieter Wagner (+ 2019) einen Vortrag über das Leben von Antonius von Padua und sein Glaubensbeispiel. Prof. Wagner fragte damals die Dirloser Senioren, warum sie sich für den Namen Antonius von Padua entscheiden hätten.


Rita Baier – über Jahrzehnte die gute Seele von Dirlos – konnte erzählen:

Die Dirloser hätten den Antonius gar nicht gewollt, da sein Festtag am 13. Juni zur Zeit der Heuernte liegt. Damals wurde an dem Patrozinium einer Pfarrkirche in dem Ort nicht gearbeitet werden. Warum man denn nicht widersprochen hätte, fragte Prof. Wagner bei diesem Seniorennachmittag. Und Rita Baier erzählte weiter: der Franziskanerpater Ferdinand, der damals in Dirlos tätig war, hätte sich sehr eingesetzt und sei ein „so Guter“ gewesen und außerdem waren die Dirloser froh, dass sie nun eine eigene Kirche hatten und nicht mehr auf den Florenberg „mussten“. Der fromme Kirchgänger aus Dirlos ging in dieser Zeit sonntags sogar zweimal auf den Florenberg zum Sonntagsgottesdienst und zur Nachmittagskirche und das auch in den strengen Wintern. So haben sich die Dirloser mit dem Antonius von Padua angefreundet.