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Kirchliche Zeitschriften
Gemeindeleben / Rückblick

Martin Luther

Vortrag von Prof. Dieter Wagner bei der Gruppe 60plus am 08.11.2017

Anlässlich des Luther-Jahres hatte die Gruppe 60plus Herrn Prof. Wagner zu einem Vortrag über Martin Luther eingeladen.


Zur Einführung ging Prof. Wagner zunächst auf den geschichtlichen Hintergrund der damaligen Zeit ein. In der Kirche waren ziemlich viele Missstände aufgetreten, die Glaubensbotschaft war in den Hintergrund gerückt. Es ging vielen geistlichen Obrigkeiten um Macht und Geld. Auch das Fuldaer Land war davon nicht ausgeschlossen. Der in Pilgerzell beheimatete verstorbene Prof. Dr. Dr. Josef Leinweber hat dies in seinen Ausführungen vor Jahren recherchiert. Der Ablasshandel war hier ein besonderer Ausdruck dafür. Bereits vor Martin Luther hatten Leute wie Jan Hus vergeblich eine Rückbesinnung angemahnt. Martin Luthers 95 Thesen sollten dabei helfen.


Dass Luther, mit einem Hammer bewaffnet, dieselben an die Kirchentür in Wittenberg angeschlagen hat, ist eine Legende. Er hat sie der Obrigkeit zum Überdenken gegeben und auf verschlungenen Wegen sind sie dann veröffentlicht worden. Auch wollte Luther keine Abspaltung von der katholischen Kirche. Als Junker Hans lebte Luther einige Zeit auf der Wartburg und übersetzte die Bibel. Aus dem laufenden Protest heraus entstand der Name Protestanten.


Herr Prof. Wagner ging auch auf Katharina von Bora ein, die, als ihre Mutter starb, als 6-jährige in ein Kloster kam und später mit einigen anderen Nonnen mit Luthers Hilfe aus dem Kloster geflohen ist. Sie war wohl die „starke Frau“ an Luthers Seite.


Bei diesem hoch interessanten Vortrag zeigte Herr Prof. Wagner an Hand von Bildern aus verschiedenen Epochen die unterschiedlichen Darstellungen von Martin Luther.

(Therese Rupp)